Mei liab. Wie er sich wieder aufregt. Der Verbraucher. Über die Antibiotika in seinen Hendln und Puten. Man möchte ihn an der Hand nehmen und ihm sanft die Tränen aus den Augen wischen. Und ihm leise sagen: Sei still, dummes Ding, hast es doch immer gern gegessen, dein Hendl. Hast nie gefragt, wie das geht, daß das Viecherl nicht mehr kostet als die paar Groschen.
Hast dich nicht gekümmert, daß dein Hendl sein kurzes Kinderleben lang nie erfahren hat, daß man als Hendl auch außerhalb dieses Ganzkörperkäfigs leben kann. Hast dich nie gekümmert, daß deine Putenbrust von einem Tier heruntergeschnitten wurde, das mehr Brust als Pute war. Hast dir nie Gedanken gemacht, daß solche Hendl und Puten zugedröhnt werden müssen mit Antibiotika, damit sie nicht irre werden.
Wer das zahlen soll? Die kann sich niemand leisten, die Hendl und Puten, die einigermaßen ein Leben hatten? Wieder möchte man die unsichere Hand nehmen und die Tränen trocknen: Dummes Dingerl, friß halt nicht so viel von dem Zeug.