Es war um 2020, als G. und A. wußten: Es ist geschafft. Wir sind allein. Es gibt niemanden mehr außer uns.
Der eine hatte sich einen Namen gemacht mit einer Maschine, die spielend leicht alles in jedem Winkel der vernetzten Welt fand. Der andere verkaufte alles, was zu verkaufen irgend möglich war. Viele hatten das vor und neben ihm versucht, er hatte sie bezwungen. Alle.
Und nun waren beide allein. Sie feierten den jahrelang vorbereiteten Sieg trunken vor Glück. Zeit spielte keine Rolle mehr. Wer wollte sich ihnen in den Weg stellen? Wer?
So lange hatten sie auf dieses Ziel hingearbeitet. Hatten den Gewinn vernachlässigt. Hatten immer wieder wortreich biedere Aufsichtsräte beschwichtigt mit dem Hinweis auf einen "Tag X", an dem man sich selbst den Gewinn werde diktieren können. Und nun waren beide die uneingeschränkten Könige.
Die Preise stiegen - für alles. Das war das erste Ziel gewesen. Aber was sollten sie als nächstes tun? Sie konnten alles! Sie waren die Herren der Verbraucher-Welt. Es gab niemanden mehr, der ihnen hätte Einhalt gebieten können, der ihnen hätte Konkurrenz machen können. - Ein seltsames Gefühl. Ein plötzliches Gefühl der Leere. A. sprach es als Erster aus: Blöd, wenn die alle nicht mehr da sind. Was machen wir jetzt? - Darauf G: Keine Ahnung. Wir sind die Herren der Welt! Sollen wir einfach mal die Schuhe vom Markt nehmen? Und schauen, welche Summen sie uns bieten für die langweiligsten Treter, die es gibt?